Chronik des Modellfluclubs Wittgenstein


1. Vorsitzende seit 1972

 

1972   Bernd Grebe

1973   Rolf-Rüdiger Lessing

1982   Rainer Braml

1999   Fred Grebe

2004   Martin Neutzler

2014   Dirk Jahn

2017   Ralf Rückes

Erste Aktivitäten in Birkelbach

Der Modellfluggedanke im Kreis Wittgenstein war nicht neu. Er reichte zurück bis in die Fünfziger Jahre, wo die Modellfliegerei noch mit Freiflugmodellen mit und ohne Gummimotor betrieben wurde. In den Sechziger Jahren kamen die ersten Tippanlagen auf den Markt und die Modelle konnten erstmals ferngesteuert werden.
Einige Birkelbacher, darunter auch einige der späteren Gründungsmitglieder, bauten ihre Modelle in einem Raum der Grundschule Birkelbach, dieses bedeutete eine wertvolle Unterstützung. Nachdem sich eine etwas größere Gruppe gefunden hatte, beschloß diese am 13.10.1972 in einer kleinen Hütte, am Grobel in Birkelbach, den Modellflugclub Wittgenstein zu gründen.



Gründungsmitglieder (von links) :


Erich Dereisbach

Bernd Grebe

Bernhard Padur

Hans-Joachim Dreisbach

In Birkelbach konnte ein Segelfluggelände und im Frühjahr 1973 das erste Stück des heutigen Modellflugplatzes in Bad Laasphe/Oberndorf gepachtet werden. Im Frühjahr 1973 fand eine Ausstellung in den Geschäftsräumen der Firma Heinz Lange in Erndtebrück statt. Die Resonanz auf diese Ausstellung war so groß, daß man im Sommer 1973 schon eine stolze Mitgliederzahl von 22 Mitgliedern aufweisen konnte.

Mit vereinten Kräften baute man eine Vereinshütte. Ein Rasenmäher wurde ebenso angeschafft, wie auch andere notwendige Geräte, zum Beispiel eine Hochstartwinde. Am 1. Juni 1973 fand die erste Jahreshauptversammlung statt, im Sommer fand auch mit großem Erfolg der erste Flugtag statt.
Am 17. September 1974 wurde der Verein in das Vereins-register Bad Berleburg eingetragen und heißt fortan

Modellflugclub Wittgenstein e.V.



Seit 1973 war Wolf-Rüdiger Lessing Vorsitzender. Unter seiner Führung entwickelte sich der Verein zu einer wachsenden Gemeinschaft mit ansprechendem Image. Damals wurden die Grundlagen gelegt für eine nachhaltig positive Entwicklung in unserem Verein. Die meisten Modellflugvereine in der Nachbarschaft gründeten sich erst in dieser Zeit.

1974 wurde das vorhandene Modellfluggelände in Oberndorf durch Anpachtung einer weiteren Geländefläche auf seine heutige Größe gebracht.

In den folgenden Jahren fanden mit lebhafter Beteiligung regelmäßig Flugtage und Ausstellungen statt.

Segelflieger und Motorflieger flogen jährlich den Pokal des Vereinsmeisters und des Gemeindemeisters der Gemeinde Erndtebrück aus. Mit befreundeten Vereinen sind in unregelmäßigen Abständen die Pokale der Siegerland-Meisterschaft ausgeflogen worden.



Erinnerungsfotos von Manfred Grabowski

Wettbewerb in 1975
Wettbewerb in 1975
Siegerehrung 1975
Siegerehrung 1975
Biglift mit Kamera
Biglift mit Kamera
Flugtag 1975
Flugtag 1975
Landung einer K13
Landung einer K13

Flugtag 1975
Flugtag 1975
Wasserwerk in 1975
Wasserwerk in 1975
Expertengespräche
Expertengespräche
Manfred mit CIRRUS
Manfred mit CIRRUS
MG mit Traktor 1975
MG mit Traktor 1975


1997 wurde das 25-jährige Vereinsjubiläum erreicht und gebührend gefeiert mit großer Ausstellung in der Feudinger Volkshalle und einem sehr gut besuchten Flugtag auf unserem Gelände. In der Folgezeit wurden verschiedene Veranstaltungen, teils einmalig, wie 1998 die Deutsche Meisterschaft des DMFV für Semiscale und Scale Segelflug oder regelmäßig die Jugendvorausscheidungen des DMFV im Bezirk III NRW für die Deutsche Meisterschaft, das Antik-Fliegertreffen Deutschlands und die jährlichen Jugend-ferienspiele durchgeführt

Der gesteigerte Bekanntheitsgrad ließ die Mitgliederzahl weiter steigen und die Anzahl der Veranstaltungen auch.

Die beiden Grundstücke, auf denen das Fluggelände liegt, wurden käuflich erworben. Die Finanzierung gelang durch solidarisches Verhalten etlicher Mitglieder.



Neues Vereinsheim

1999  wechselte der Vereinssitz von Erndtebrück nach Bad Laasphe, wodurch manche Zuständigkeitsprobleme vermieden wurden und einige Zuwendungen durch öffentliche Stellen fließen ließen. Die konnten wir gut gebrauchen, denn die Ansprüche der Mitglieder stiegen und auf dem nun eigenen Grund lag es nahe, ein ansprechendes Vereinsheim zu errichten, das die bis dahin genutzte Holzhütte ersetzte. Die erforderliche Ausnahmegenehmigung für das privilegierte Bauvorhaben wurde erteilt. Mit  Eifer ging es 2003 an die Verwirklichung dieses Planes; mit Fleiß und viel Engagement war innerhalb 3 Wochen vom Abriss bis zum Richtfest ein neues Gebäude entstanden.

 

In 2005 wurde das neue Vereinsheim mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft feierlich eingeweiht. Hier muss erwähnt werden, dass die teils großzügige materielle Hilfe mehrerer Unternehmer und die Zuwendungen von Einzelpersonen entscheidend mitgeholfen haben.

 



Lokale Presse

 

Pressebericht

 

Mutiges Großprojekt verwirklicht

Siegener Zeitung 2005

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Pressebericht

 

Vereinsheim statt Gartenhaus

Wittgensteiner Wochenpost 2005


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Vereinsheim des MFC Wittgenstein e.V. heute
Vereinsheim des MFC Wittgenstein e.V. heute


Schöner Modellflugplatz

2006 kam die Kür zu einem der  "Schönsten Modellflugplätze Deutschlands", wobei wir den 3. Platz belegten. Unser Platz ist seither als Szenerie im Flugsimulator von IPACS "AeroFly Professional" verfügbar. Auch im Rahmen einer Ferseh-sendung des WDR "Oberndorf mittendrin" hatten wir unseren Auftritt. Wir konnten mit dem Erreichten mehr als zufrieden sein.
Die inzwischen recht stattlichen Modelle, die auch mit der Zeit gegangen waren, wurden aber wieder mit wachsender Kritik von einigen Anwohnern bedacht bis hin zu teils berechtigten Beschwerden. Die großen Veranstaltungen wurden daraufhin mit breiter Zustimmung der Mitglieder ausgesetzt, auch deshalb, weil uns der damit verbundene organisatorische Aufwand nicht mehr angemessen erschien.

Wir sahen uns veranlasst, den Luftraum, in dem sich unsere Modelle laut Aufstiegsgenehmigung bewegen durften, erweitern zu lassen, um zukünftiger Kritik entgegenzuwirken. Die Genehmigung wurde 2012 erteilt und gestattet uns, mit moderater Sorgfalt, auch unsere großen Modelle sicher zu bewegen. In den letzten Jahren sank die Mitgliederzahl wieder auf ein von früheren Zeiten gewohntes Maß bei sonst üblicher Fluktuation.

 

Zwischenzeitlich war der Verein schuldenfrei geworden, das neue Heim war längst bezahlt, die Gerätschaften in gutem technischen Zustand und die Grundstücke unbelastet. Die letzte Rate an die Mitglieder, die in Vorleistung getreten waren, wurde 2013 verrechnet.


 

Die gesamte Anlage wird allgemein als sehr gepflegt angesehen, nicht zuletzt auch durch die Mitwirkung aller Mitglieder bei Mähdienst, Arbeitstagen, aber auch durch ständiges "sich Kümmern" bei alltäglicher Anwesenheit, ein gutes Zeichen für die Zukunft.